Vorlesen: Tipps für Eltern

In der 8. Sitzung des Heidelberger Elterntrainings geht es darum, wie man 3-4-jährigen Kindern auf möglichst sprachförderliche Weise vorlesen kann. Auf welche Weise haben Kinder am meisten Freude daran? Worauf sollt man achten? Kann man dabei Fehler machen?  In diesem Artikel lesen Sie, worauf Eltern beim vorlesen achten sollten.

Tipp 1:  Verwende beim Vorlesen eine lebendige und abwechslungreiche Sprechweise.

Versetze dich so gut wie möglich in die Geschichte. Sprich ausdrucksvoll und nutze dazu die ganze Bandbreite deiner Stimme. Sprich melodiös, leise und laut und variiere das Sprechtempo und den Klang deiner Stimme.

Tipp 2: Erzeuge Spannung!

Viele Dinge die im Buch beschrieben werden, sind dem Elternteil bekannt und geläufig, für das Kind jedoch neu, interessant und manchmal auch aufregend. Wenn es dem Erwachsenen gelingt, sich in die Gedankenwelt des Kindes zu versetzen, erzeugt er meist ganz automatisch in den richtigen Momenten die passenden Emotionen.

Tipp 3: Nutze das Buch, um ins Gespräch zu kommen.

Der Text in Vorlesebüchern für Kinder im Alter von 3-4 wird meistens durch Bilder ergänzt. Nach einem Leseabschnitt besteht immer die Möglichkeit, über die Bilder ins Gespräch zu kommen und sich über eigene Erfahrungen auszutauschen.

Bei dem gemeinsamen Anschauen der Lehrvideos wurde deutlich, dass in der gelungene Kommunikationssituation zwischen Eltern und Kindern immer die erarbeiteten Techniken aus den ersten Sitzungen des Heidelberger Elterntrainings erkennbar waren.

Als Wiederholung wurden die Techniken der ersten Stunden wiederholt:

Die Sprachförderliche Grundhaltung

  • direkte Zuwendung
  • auf Höhe des Kindes begeben
  • Blickkontakt
  • aufmerksames Zuhören
  • Ausreden lassen
  • Interessiertes Nachfragen
  • Sprache dem Entwicklungsstand des Kindes anpassen/Kurze
  • einfache Sätze
  • Lächeln
  • Langsam sprechen
  • Spaß am Kommunizieren vermitteln
  • Auf gute Betonung achten

Das Kind führt, wir folgen:

  • das Kind sucht sich das Buch aus,
  • das Kind blättert um,
  • wir warten erst einmal ab, wofür es sich interessiert,
    unsere Blicke folgen seinen Blicken. Gemeinsam schweifen wir durch das Buch.
  • wir hören dem Kind aufmerksam zu und versuchen die Äußerung des Kindes aufzugreifen,
  • wir lassen immer wieder Pausen entstehen

Dadurch entsteht die Gemeinsame Aufmerksamkeit

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