Logopädische Stimmtherapie: Behandlung von Dysphonien

Eine logopädische Behandlung wird dann erforderlich, wenn sich Stimmprobleme zu einer medizinisch relevanten Stimmstörung (Dysphonie) entwickelt haben. In solchen Fällen klingt die Stimme rau, behaucht und heiser und ist wenig belastbar. Die Patienten klagen über  Sprechanstrengung, Verspannungen im Kopf- und Halsbereich, Schmerzen oder Missempfindungen oder beschreiben einen häufig auftretenden Räusperzwang, Atemprobleme beim Sprechen und mehr. Häufig vermeiden die Patienten in solchen Situationen die stimmliche Kommunikation und sprechen nach Feierabend nur noch das Nötigste. Viele äußern auch die Befürchtung, dass die Stimme den beruflichen Anforderungen dauerhaft nicht standhält.

Logopädische Therapie zur Behandlung von Dysphonien

Das Hauptziel der logopädischen Behandlung ist es, die Funktionalität der Stimmgebung wieder herzustellen. Um herauszufinden, welche individuellen stimmtechnischen Mängel bei dem Patienten zu der Stimmstörung führen, wird in der ersten Stunde eine ausführliche Stimmdiagnostik durchgeführt. Dabei kommen sowohl klassische logopädische Untersuchungsverfahren als auch moderne computergestützte Stimmanalyseprogramme zum Einsatz. Sowohl der Therapeut als auch der Klient ziehen aus dieser Stimm- und Sprechanalyse wichtige Erkenntnisse über die individuellen Stärken und Schwächen der Stimme und entwickeln gemeinsam die Therapieziele für die anschließende Übungsbehandlung. Zumeist handelt es sich im Vorgehen dabei um eine Mischung aus Atemübungen für die Sprechatmung, Klangübungen oder Phonationsübungen und Artikulationsübungen.

Wer trägt die Kosten für die logopädische Behandlung?

Bei einer länger als 2-wöchigen Heiserkeit sollten Sie sich auf jeden Fall von einem HNO-Arzt untersuchen lassen. Beschreiben Sie dabei Ihre individuellen Stimmprobleme und die beruflichen und privaten Einschränkungen die dadurch entstehen so genau wie möglich. Sollte der HNO-Arzt Zeichen einer Stimmstörung feststellen wird er Ihnen eine logopädische Behandlung verordnen.

Die Kosten für eine Stimmtherapie werden abzüglich eines Eigenanteils des Patienten von der gesetzlichen Krankenkasse getragen. Privat versicherte Patienten tragen die Kosten zunächst grundsätzlich selbst und können die Unterlagen nachträglich bei ihrer Kasse einreichen.  Zur Prüfung einer Kostenübernahme wird dem Patienten empfohlen, vor Beginn der logopädischen Therapie bei seiner privaten Versicherung vorzusprechen.

Wer verordnet die logopädische Behandlung?

Die Verordnung für eine logopädische Therapie erfolgt immer nach ärztlicher Verordnung durch:

  • den HNO-Arzt mit Zusatzbezeichnung Sprach- und Stimmstörungen oder
  • den Phoniater

Sollten Sie fragen zur logopädischen Therapie zur  Behandlung von Stimmstörungen haben, können Sie mir gerne eine E-Mail schreiben.