Schwache & leise Stimme: Ursachen und Hilfen

Eine schwache und leise Stimme ist meistens das Resultat einer unzureichenden Stimm-, Sprech- und Atemtechnik. Häufig sind diese Stimmen den hohen Anforderungen im Beruf oder der Freizeit nicht gewachsen, wodurch sich im Laufe der Jahre Stimmprobleme oder Stimmstörungen entwickeln können.

 

In einem Stimmtraining lernen Klienten, wie sie ihre Stimme klangvoll und effizienter einsetzen können. Eine logopädische Stimmtherapie ist dann angezeigt, wenn sich Anzeichen einer Dysphonie (Stimmstörung) ausgebildet haben.

Merkmale schwacher, leiser und dünner Stimmen

Die meisten Menschen, die unter einer schwachen, leisen und wenig belastbaren Stimme leiden, bemerken Stimmprobleme im beruflichen Kontext oder bei stimmintensiven Freizeitbeschäftigungen. Klienten berichten in der Praxis häufig über die folgenden Beschwerden:

  • wenig durchsetzungsfähige Stimme
  • fehlende Belastbarkeit
  • fehlende Tragfähigkeit, fehlender Klang, piepsige , dünne oder brüchige Stimme
  • tiefere, rauhe und heisere Stimme am Morgen
  • Stimmermüdung
  • Sprechanstrengung bei längerem Sprechen oder bei erhöhter Umgebungslautstärke
  • Verspannungen im Halsbereich mit Schmerzen
  • Wegbrechen der Stimme
  • zunehmende Heiserkeit

Herausforderungen für schwache Stimmen

Es sind immer wieder ähnliche Situationen, die zu einer Belastung der Stimme führen. In der Eingangsuntersuchung berichten die Klienten über die folgende Belastungfaktoren:

  • dauerhaftes Sprechen im Beruf
  • hoher Geräuschpegel und Störgeräusche
  • Sprechen vor Gruppen z.B. im Rahmen von Präsentationen, Vorträgen oder Teamgesprächen
  • stimmintensive Freizeitbeschäftigungen

Analyse der Ursachen: Die Eingangsuntersuchung

Jeder Klient hat eine ganz individuelle Zusammensetzung aus stimmbelastenden Faktoren, stimm- und sprechtechnischen Stärken und Schwächen, sowie organischen Voraussetzungen, die zur Entwicklung einer Stimmproblematik beitragen. Daher ist eine eingehende Erstuntersuchung erforderlich, die das Ziel hat, die Ursachen einer Stimmproblematik zu identifizieren.

Das Eingangsgespräch
Im Eingangsgespräch berichtet der Klient über seine eigene Stimme. Welche Erfahrung macht er im Alltag? Seit wann bestehen die Probleme? Welche Probleme sind das? Wie hoch ist die stimmliche Belastung im Beruf und in der Freizeit? Wie hoch ist der Leidensdruck und wie groß ist die Bereitschaft, die stimmtechnischen Leistungen durch ein Training zu verbessern?

Die Sprech- und Stimmanalyse
In der  Stimm- und Sprechanalyse geht es um die Identifikation der stimmtechnischen Stärken und Schwächen des Klienten. Bei dieser Analyse helfen uns heutzutage computergestützte Stimm- und Sprechanalyseprogramme oder die Videoanalyse, die sowohl dem Trainer als auch dem Klienten selbst meist relativ guten Aufschluss über die Stimm- und Sprechtechnik geben.

schwache stimme, leise Stimme, piepsige und dünne Stimme
Computergestützte Stimmklanganalyse zur Begutachtung des Klangspektrums und der Leistungsfähigkeit einer Stimme

Hilfen für schwache Stimmen: Stimmtraining Sprechtraining, Logopädie

Ein Stimmtraining ist immer dann zu empfehlen, wenn sich in der Eingangsuntersuchung stimm- und sprechtechnische Mängel  zeigen, aber noch keine medizinisch relevante Stimmstörung vorliegt. Durch ein systematisches Stimmtraining lässt sich die Leistungsfähigkeit der Stimme meistens in wenigen Stunden deutlich verbessern. Die Stimmproduktion wird leichtgängiger, müheloser und das Sprechen macht wieder mehr Spaß.

Eine logopädische Therapie ist immer dann indiziert, wenn  sich in der Diagnostik Symptome einer Dysphonie zeigten. Das Leitsymptom einer Dysphonie ist die Heiserkeit, die sich in einem rauen oder behauchten Stimmklang offenbart. In diesen Fällen ist immer eine phoniatrische oder HNO-ärztliche Untersuchung erforderlich.

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