Dysphagietherapie – Schlucktherapie | totalvokal Düsseldorf

Eine logopädische Schlucktherapie ist immer dann erforderlich, wenn bei Patienten Schluckprobleme vorliegen. Diese können ganz unterschiedliche Ursachen haben, wie z.B. Schlaganfälle oder HNO-Operationen. Für Patienten mit Schluckstörungen ergeben sich vielfältige Probleme im Alltag rund um die Nahrungsaufnahme, die häufig zu einer erheblichen Einschränkung der Lebensqualität führen. In einer logopädischen Schlucktherapie lernt der Patient verschiedene Übungen und Schlucktechniken kennen, die ihm helfen eine neue Schlucktechnik zu finden.

Logopädische Schlucktherapie

Eine logopädische Schlucktherapie schließt sich häufig an einen stationären Krankenhausaufenthalt oder einen Aufenthalt in einer Rehaklinik an. Die Behandlung findet meistens 1-2 Mal pro Woche entweder in einer logopädischen Praxis oder als Hausbesuch statt. Die Kosten werden von den gesetzlichen krankenkassen getragen.

Der Umgang mit dem Zubehör: Trachealkanüle & Co.

Patienten, die unter einer Schluckstörung leiden, werden häufig mit diversen Hilfsmittel versorgt, wie z.B. Trachealkanülen, Absaug- oder Inhaliergerät. Vor allem die Trachealkanüle spielt eine große Rolle in der Dysphagietherapie, da sie die wichtige Aufgabe erfüllt, den Patienten vor dem Verschlucken zu schützen. Auf der anderen Seite zeigt sich immer wieder, dass der Umgang mit ihr den Patienten vor großer Probleme stellt. In der Schlucktherapie lernt der Patient die Kanüle selbständig zu wechseln, zu reinigen und zu entblocken. Je sicherer Patienten im Umgang mit der Kanüle sind, desto besser entwickeln sich Schluckstörungen.

Die Trachealkanüle hat aber nicht nur Vorteile, sondern auch den entscheidenden Nachteil, dass sie die Schluckphysiologie negativ verändert. Wenn möglich, sollte daher in der logopädischen Schlusktherapie die die Entwöhnung von der Trachealkanüle angestrebt werden.

Wichtige Therapieschritte sind dabei:

  • regelmäßige Dekanülierung
  • mehrmals täglicher, selbständiger Kanülenwechsel
  • eigenständiges hygienisches Absaugen der Trachealkanüle
  • Reinigung und Pflege
  • Umgang mit dem Zubehör

Schluckübungen

Schluckübungen haben das Ziel, die am Schlucken beteiligten Muskeln zu trainieren. Auf diese Weise lassen sich Defizite beim Schlucken verringern. Besonders wichtig dabei sind mund- und schluckmotorische Übungen, gezielte Übungen zur Kehlkopfhebung und Haltungsveränderungen beim Schlucken.

Diätetische Maßnahmen

Welche Rolle das Essen für die Lebensqualität bedeutet, weiß jeder, der schon einmal auf Essen verzichtet hat. Daher ist es eines der wichtigsten Ziele der Schlucktherapie die Schluckfunktion soweit zu optimieren, dass die orale Nahrungsaufnahme wieder ermöglicht wird. Da vor allem die unterschiedlichen Konsistenzen der Nahrung einen großen Einfluss auf das Verschluckrisiko haben, ist eine individuelle Anpassung der Kost essentiell. Dazu werden gemeinsam mit Patient und Angehörigen geeignete Speisen zusammengestellt, die vom Patienten möglichst komplikationslos geschluckt werden können.

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